Idee und Ziel

Internationale Musikfesttage Classionata.ch – vom Projekt zum Festival 1993 – 2013

Mit dem renommierten Orchester „Hermitage Symphony Orchestra – Camerata St. Petersburg“ (CD-Produktionen für Sony Classical) und in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Solisten sowie mit jungen Nachwuchskünstlern hat Andreas Spörri seit 1993 verschiedene grenzüberschreitende Projekte realisiert. So wurde zum Beispiel 1994 das berühmte russische Musikmärchen „Peter und der Wolf“ von Sergey Prokofieff, in dessen Genuss über tausend Schulkinder kamen, in Mümliswil SO zur Aufführung gebracht. 1997 fand ein gemeinsames Konzert des „Hermitage Symphony Orchestra – Camerata St. Petersburg“ und der Musikgesellschaft „Konkordia“ Mümliswil statt, in welchem die „Ouvertüre 1812“ von Peter Tschaikowsky gemeinsam aufgeführt wurde.

Die Erfolge dieser verschiedenen Projekte veranlassten die Verantwortlichen auf Initiative von Andreas Spörri hin, ein Organisationskomitee zu gründen, dessen Ziel es ist, jedes zweite Jahr ein Musikfestival – Sinfoniekonzerte, Musiktheater und Workshops – durchzuführen. Daraus entstanden 1999 die Internationalen Musikfesttage Classionata.ch.

Sinfonieorchester wie das Orchester der Staatsoper Kaunas, die „Camerata Schweiz“, während zwölf Jahren das „Hermitage Symphony Orchestra – Camerata St. Petersburg“, und seit 2010 das Classionata Festival Orchester waren zusammen mit Solisten der Volksoper Wien, der Komischen Oper Berlin, des Theaters Frankfurt sowie der Staatsoperette Dresden Garanten für die musikalischen Grosserfolge.
Im Musiktheater der Konzertaula Brühl wurden vor allem Werke von Johann Strauss oder anderen Komponisten aus dem Zeitalter der „Goldenen Operette“ aufgeführt.

Die Orchesterkonzerte in der Kirche St. Martin bildeten den sinfonischen Teil der Internationalen Musikfesttage Classionata.ch. So gelangten die 5., die 6. und die 9.Sinfonie von Beethoven, Mendelssohns 2. Sinfonie („Lobgesang“), Dvoøák Sinfonie Nr. 9 („aus der Neuen Welt“) und Galas mit Meisterwerken W. A. Mozarts zur Aufführung. Berühmte, international tätige Solistinnen und Solisten wie Martin Winkler (Bassbariton, Bayreuth), Bettina Sartorius (Berliner Philharmoniker), Noëmi Nadelmann, Edward H. Tarr, und Dimitri Ashkenazy waren zu Gast. Meisterkurse für Instrumentalisten und Dirigenten rundeten das Classionata Musikfestival ab.

2003 wurde die Gönnervereinigung „Freunde Classionata Mümliswil“ gegründet. Das Kunstwort „Classionata“ besteht laut Andreas Spörri aus den Wörtern Klassik, Sonate und Passion. Die besondere Marketing-Herausforderung bei der Durchführung besteht darin, dass das Festival an elf aufeinander folgenden Tagen durchgeführt wird. So konnten in den letzten 20 Jahren rund 42’000 Besucherinnen und Besucher ins schöne Guldental im Kanton Solothurn gelockt werden, und das Ziel, Musik einem grossen Publikum abseits der Kulturzentren zu erschliessen, wurde somit erreicht.